Der Hochzeitsmonat
Gamelion war der griechische Hochzeitsmonat, der ungefähr unserem Januar entspricht.
Es ist der Monat, der vorwärts in die Zukunft und rückwärts in die Vergangenheit blickt; es ist der Monat des 'Tores'. Seinerzeit wurde der Gamelion nach dem Datum des Neumondes bestimmt; das Fest hieß Gamelia und war der Hera der Hochzeiten geweiht. In dieser Zeit gehörte Zeus der Hera (nicht etwa Hera dem Zeus), deshalb veränderte sich sein Name: Aus Zeus wurde "Heraios".
Die Frauen synchronisierten ihre Menstruation, so dass in einer bestimmten Stadt alle Hochzeiten an einem definitiv vorher bestimmten Datum stattfinden konnten.
Der Ritus verlangte, dass alle Bräute parthenos, also jungfräulich waren, was nicht hieß, ohne sexuelle Erfahrung zu sein. Sondern es war das Ende der Menstruation, an dem die Bräute sich aus dem Reinigungsbad zu Neumond erhoben und wieder "jungfräulich" wurden - entsprechend dem zyklischen Denken, das den Alten Griechen noch selbstverständlich war.
Die ursprüngliche und eigentliche Bedeutung von "Jungfrau" war/ist "die Frau, die sich selbst gehört" (und nicht irgendeinem Mann).
Im menstruellen Sinn bezeichnete es eine Frau, die sich erneuert hat, d.h. nicht schwanger und deshalb dem Kindergebären nicht verpflichtet ist.
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