Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Warning: array_key_exists() [function.array-key-exists]: The second argument should be either an array or an object in /kunden/hannelore.org/matri_de_10/modules/mod_events_latest.lib.php on line 241
Wissen Sie wirklich, was Sie an Ostern feiern? Woher kommen die Ostereier? Heidnisch, ja. Aber was genau haben sie zu bedeuten? Fruchtbarkeitskult? So was gibt es nur im Patriarchat, wo Abtreibung und Geburtenkontrolle erschwert werden.
Was also ist Ostern?
Das Wort Ostern geht auf die indoeuropäische Sprachwurzel aus-
zurück, welche "scheinen, glänzen, leuchten" bedeutet.
Daraus entwickelte
sich das germanische *aust-, altengl. ēast , althochdeutsch
ōstan, mit der Bedeutung "Osten", die Richtung des Sonnenaufgangs, also
dort, wo das Leuchten der Sonne beginnt, das Morgenlicht.
Die Osterzeit ist folglich die 'Morgenröte des Jahres'. Das Licht, das zur
Wintersonnenwende (der 'Mitternacht des Jahres') geboren wird, wenn die Tage
wieder länger werden, erfährt seine Auferstehung im Frühling, wenn am 'Morgen
des Jahres' die Natur zu neuem Leben erwacht.
Ableitungen (germanisch *austra-, altengl. ēasterne oder lat.
ostro-), die "östlich" bedeuten führten zu folgenden Wörtern für
"Morgenlicht, Morgenröte" in den verschiedenen Sprachen und Dialekten[1]:
Eostre - altenglisch
Astarte (Ashtoreth) - phönizisch
Usra - altindisch
Eos - griechisch
Eos, die griechische Personifikation der Morgenröte, bei Homer "die
rosenfingrige Göttin", wurde auch Hemera (Tag) genannt, wenn sie morgens dem
Wagen ihres Bruders Helios (Sonne) voran eilte und vom Morgenstern (Venus)
begleitet wurde. Sie lief mit der Sonne über den Himmel und verließ sie im
fernen Westen des erdumspannenden Okeanos als Hespera (Abend).
Aurora - römisch
Ostara - althochdeutsch
Ostern ist im deutschen Sprachraum das Wort des Südens, das sich immer mehr
gegenüber dem nördlichen Paschen durchsetzen konnte, welches im Spät-Mittelalter
noch nördlich der Linie Trier-Halle-Magdeburg zu belegen ist. Paschen stammt aus
dem kirchenlateinischen pasca, das wiederum aus dem Hebräischen kommt
(hebräisch pesah: überschreiten) und auf das jüdische Paschafest zurück
geht. Passah, auch Pessach oder Pascha, ist das jüdische Fest anlässlich der
Flucht der Israeliten aus Ägypten und durch das Schilfmeer, wie im Buch Exodus
beschrieben.
Interessant ist der sprachliche Gegensatz innerhalb Europas. Deutschland und
England behalten das alte germanische Wort Ostern/Easter, sonst hat sich das
Romanische durchgesetzt: altsächs./altfries. pascha, altnordisch
paskar, gotisch paska, französisch Pâques, italienisch
Pasqua, spanisch Pascuas, niederländisch Pasen, dänisch
Paske, finnisch Pääsiäinen.
Ob wir uns an den Begriffen indoeuropäischer Herkunft für Morgenröte
orientieren oder dem pesah/pascha semitischen Ursprungs - beides deutet auf
einen Übergang hin: Im Frühling wird die Schwelle vom Winter zum Sommer
überschritten, von der Dunkelheit zum Licht, von innerer Besinnlichkeit und Ruhe
zu extrovertierter Ausgelassenheit. Sowohl im Gang durch das von Moses mit
seinem Stab geteilte Schilfmeer, als auch in der christlichen Auferstehung
spiegelt sich dieser Wandlungs-Zyklus der Natur.
Die Frühlingstagundnachtgleiche
markiert den Beginn der hellen Jahreszeit: die Tage werden wieder länger als die
Nächte. Das Osterfest fällt auf den ersten Sonntag nach dem Vollmond, der der
Frühjahrs-Tagundnachtgleiche folgt.
Ballspiele mit ursprünglich ritueller Bedeutung waren nicht nur in Altmexiko
üblich (Tlachtli), sondern auch im europäischen Mittelalter, wo ein vergoldeter
Lederball mit bis zu einem Meter Durchmesser vom Ost- zum Westtor einer Siedlung
gespielt wurde, dem Sonnenlauf entsprechend. Solche Ballspiele, auch von
Klerikern veranstaltet, wurden im Frühling - zu Ostern oder am 1. Mai -
durchgeführt und entsprechen dem Lauf der griechischen Eos über den Himmel
während dem sie sich zur Hespera wandelt.[2]
(Vgl. auch die Diskusscheibe bei den "Olympischen
Spielen")
Karwoche und Karfreitag
Während sich traditionelle Lexika (z.B. auch die
Wikipedia)
auf "kara", althochdeutsch für "Klage, Kummer, Trauer) als Ursprung beziehen,
schien mir das nicht einleuchtend, weil allgemein bekannt ist, dass die
christlichen Feste auf heidnische Riten zurück gehen.
Trauern und Klagen passt
aber nicht zu einer Zeit, wo endlich der Winter vorbei ist, und "traurige"
Jahreszeitenfeste sind typisch christlich-patriarchal [3]. Die
Kirchenväter haben es bis heute nicht geschafft, altes Brauchtum und das dazu
gehörige Wissen auszumerzen, denn die Menschen fühlen ja, was in der Natur vor
sich geht.
Ein bisschen googlen unter "Osterfeuer" bringt 542.000
Webseiten an den Tag und zeigt, dass gefeiert wird wie in "Alten Zeiten";
zwei Beispiel-Berichte:
"Gestern Abend war es wieder soweit. Die Osterfeuer
in unserer Region wurden entzündet. Sinn und Zweck dieser riesigen Holzstöße
ist es nach dem alten Brauch den Winter zu vertreiben ... Grade in der
ländlichen Gegend von Ostwestfalen ist dieser Brauch noch sehr verbreitet und
man sieht am Abend des Ostersonntages überall die brennenden
Osterfeuer."[4]
"Regelmäßig jedes Jahr zu Karfreitag werden im Harzvorland in der Gegend
um Sangerhausen traditionell die Wintergeister ausgetrieben. Jährlich werden
hier kleine, aber auch große Feuer angezündet. Städte und Gemeinden wetteifern
um die höchsten Feuer in der Gegend. Aufgeschichtet werden diese für
gewöhnlich von Jugendlichen, die auch für die Stimmung sorgen." Die Puppe auf
dem Feuer, die den Wintergeist darstellt, heißt heute auf neudeutsch "Burning
Man". Und wie auch in vor-christlich-patriarchaler Zeit wird das Wichtigste
nicht vergessen: "... und lassen Sie bloß ihre Freundin nicht daheim, etwas
abseits vom Trubel kann so ein großes 'Kaminfeuer' auch eine ganz romantische
Note haben ...[5]
kar, Gefäß, Geschirr mancherlei Art, ein altes Wort,
einst durch alle deutschen Sprachen verbreitet. Gothisch kas "Vase";
dann mit Umlautung des "s" entwickelte sich althochdeutsch char, pl.
cherir, , altsächsisch kar, altnordisch ker,
angelsächsisch cere, mittelhochdeutsch, dänisch und schwedisch kar, norwegisch kjer, kjär, isländisch ker.
Im
Englischen carecake "pancake" (Pfannkuchen) und auch im norddeutschen
ist es noch nicht ganz verschollen, um Iserlohn heißt ein Messingkessel
æker (æken) d.i. ær-ker, wie bîker (bîken) für
Bienenkorb. Schon im Altsächsischen bîkar "Bienenkorb".
Niederländisch bedeutet aker "kupferner Schöpfeimer", putaker
"Brunneneimer". Mittelniederländisch war car auch Fischreuse;
altnordisch ker undneuniederländisch kaar ist
Fischkasten, so wie ostfriesisch fiskkare, âlkare (Aalkasten).
Nach
gothisch kasja, Töpfer, schien es sich ursprünglich oder wesentlich
um ein irdenes Gefäß gehandelt zu haben, das hochdeutsche und nordische Wort
aber erfährt diese Beschränkung nicht, schon althochdeutsch lîhchar sarg
weist auf Holz
wirt, hast nicht ein volles kar ...
sulz von ochsenfüszen.
Joh. Fischart (1572)
Vgl. bairisch milchkar (hölzern oder irden), molkenkar
(Eulenspiegel Kap. 7); noch bei Schottel (1612-1676) kaar "große
Schüssel".
In die neuhochdeutsche Schriftsprache hat es keine Aufnahme
gefunden. Die südlichen Mundarten führen es aber fort: bairisch kar,
in vielfachem Gebrauch, östreichisch z.B. bachkârl "Backschüssel",
schwäbisch ein irdenes, oben und unten gleich weites Küchengefäß, elsässisch
eine tiefe, irdene Schüssel. [6]
Im indoeuropäischen Wörterbuch [7] habe ich Kar- gesucht und gefunden und
die Bedeutung ist "hart". Die Ableitungen der Grundform *kar- beziehen
sich ganz allgemein auf "Dinge mit harter Schale". Lateinische Abkömmlinge sind
carīna für "Boot, Nussschale", griechisch
karuon "Nuss", die verdoppelte Form *kar-kr-o wurde im Lateinischen
zu cancer "Krebs, Krabbe", griechisch karkinos.
Heute noch wird eine Hohlform in einer Felswand des Hochgebirges und
Ursprungsgebiet eines Gletschers als Kar bezeichnet. Andere, noch gebräuchliche
Wortbedeutungen für kar sind: Bergeinschnitt, Bienenkorb, Kahn und Boot,
große Schüssel, Felsnische, Fischreuse, Gebirgseinschnitt, Schlucht,
Meisenbauer, Kessel, Sarg. (Zur Etymologie siehe auch Text links.)
Was hat nun das Wort für einen "fest umschlossenen Hohlraum" mit der Kar-Zeit vor Ostern zu tun?
Ein Blick in die Geschichte vor etwa 6000 Jahren hilft uns weiter.
Aufriss des Hypogäums in Malta
Zum Vergrößern anklicken
Dieses Bild zeigt eine der inneren Kammern. Die künstliche Grotte umfasst
etwa 29 Kammern, die die Überreste von 7000 Menschen enthielten.[8]
Das Hypogäum von Hal Saflieni auf Malta ist ein riesiges unterirdisches Gewölbe
mit einer Menge eiförmiger Räume in unterschiedlicher Größe. Die Decken und
manche Wände sind durchgängig in Rot bemalt. Vasen und andere Gegenstände in den
ovalen Grabkammern zeigen rote Eier. Derartige in Fels gehauene historische
Grabmale und Gräber in Ei-Form wurden überall in Alt-Europa gefunden. In
vor-patriarchaler Zeit wurden die Toten typischerweise in Embryo-Haltung
beerdigt, nicht nur in eiförmigen Erdgruben und Grotten, sondern auch in
bauchigen Tongefäßen.[9]
Zitat für alle Nicht-Bibelfesten: Und Josef nahm den Leib [Christi] und wickelte ihn
in ein reines Leinentuch und legte ihn in sein eigenes neues Grab, das er
in einen Felsen hatte hauen lassen, und wälzte einen großen Stein vor die
Tür des Grabes und ging davon. Matthäus 27, 59-60 (Lutherbibel 1984).
Durch eiszeitlichen Höhlenmalereien ist bekannt, dass Eier seit den Anfängen
der Menschheit als Sinnbild für die Wiedergeburt galten.
Aus dem Ei entsteht neues Leben und seine Form wurde als Grab nachgebildet als
Durchgang für die Wieder-Geburt.
Die 'Wiedergeburt des Jahres' wird angekündigt
durch den Frühling, so wie die 'Wiedergeburt des Tages' mit der östlichen Morgenröte beginnt.
In Persien begann das neue Sonnenjahr mit der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche.
Dort war es bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts Brauch, sich an diesem Festtag
gefärbte Eier zu schenken.
Das Ei war auch oft Teil
spiraliger Kompositionen, wie beispielsweise auf dieser stilvollen Schale,
rechte Abb. original in rot und schwarz bemalt. (gefunden in Hotnica,
Nord-Bulgarien, 4500 - 4300 v.u.Z., Durchmesser 63.6 cm) Die Spirale ist
ebenfalls Symbol des Lebens und der kosmischen Zyklen.
Weil das Ei seit jeher Symbol des Lebenszyklus (Geburt - Tod - Wiedergeburt)
war, wurden Ostereier ursprünglich rot gefärbt, denn Rot ist die Farbe des
Lebens.
Und - um auf die indo-sprachliche Wurzel kar- zurück zu kommen: Ein Ei
ist ein Ding mit harter Schale! [10]
bei den Russen ist es eine feierliche weise, dasz
hohe und niedere, alte und junge bei dem ostergrusze und -kusse einander mit
einem ei beschenken
Adam Olearius (1599-1671)- persische
Reisebeschr. 2, 13
Ei im urkrainischen Stil mit Kreuz und zwei Tauben.
Außerdem gab es bei den RussInnen ein Auferstehungs-Ritual, das darin
bestand, rote Ostereier auf Gräber zu legen.
In Griechenland werden heute noch Osterbrote mit roten Eiern gebacken. (siehe
Foto)
Griechisches Osterbrot
60g Hefe mit 1/8 l Milch und 100g Zucker verrühren und
10 Minuten stehen lassen. Dann von 1kg Mehl 2EL nehmen und darüber sieben und
diesen Vorteig zugedeckt an einem warmen Ort über Nacht gehen lassen.
Ein Backblech mit Öl bestreichen und mit 100 g
Sesamsamen bestreuen. Den Vorteig mit dem restlichen Mehl, 1 Prise Salz, der
abgeriebenen Schale von 1 Orange und 1/4 l lauwarmem Wasser mindestens 10
Minuten lang kneten.
Zwei Drittel des Teiges zu einem langen, glatten, 5 cm
hohen Laib formen. Den Laib auf das Backblech legen. Aus dem restlichen Teig
zwei dünne Rollen in Länge des Laibes formen, im Sesamsamen wälzen, um den Laib
legen und gut fest drücken. 5 rote gekochte Eier (5 Minuten) senkrecht in den
Brotlaib drücken. Das Brot mit 1 verquirlten Eigelb bestreichen, mit weiteren
100 g Sesamsamen bestreuen und zugedeckt 3 Stunden gehen lassen. Den Backofen
auf 200° vorheizen und das Osterbrot 50 Minuten backen.[11]
Wie noch heute das Osterfest von vielen, die in das Erwerbsleben eingezwängt
sind, als die erste Begrüßung der neu erwachenden Natur auf dem "Osterspaziergang"
erlebt wird, so begrüßte man ehemals das Fest der Morgenröte mit Tänzen,
Aufzügen, dramatischen Spielen und Freudenfeuern; man stellte dabei bildlich den
Abschied des nach vielen Kämpfen besiegten Winters durch den Kampf gegen eine
Puppe dar, deren Ersäufung oder Verbrennung den Schlusseffekt des Festes
bildete.
Die römischen Priesterinnen feierten die "Hilarien"
am 25. März: Den Tag des Lachens. Es war das Fest der Wiederauferstehung der
Erde und in Böhmen und vielen anderen Orten fertigten die Dorfmädchen an Ostern
eine Strohpuppe, den "Herrn des Todes". Sie werfen ihn symbolisch ins Wasser und
singen dabei: "Der Tod schwimmt im Wasser, der Frühling kommt, uns zu besuchen,
mit Eiern, die sind rot. Wir haben den Tod aus dem Dorf getragen, wir tragen den
Sommer hinein."
Der Verbrennung des Winters - symbolisch oder in Form einer Puppe - dienten
die Osterfeuer, die mit "neuem Feuer" (Notfeuer)
entzündet werden mussten und von allen Bergen leuchteten; sie wurden in
veränderter Gestalt in den Kultus der griechischen und russischen Kirche
aufgenommen, wo man, ähnlich wie in andern Gegenden zu Weihnachten, mit Lichtern
zur Kirche geht. [12]
Im katholischen Kult findet am Sonnabend vor Ostern die
Feuerweihe statt; die Zeremonie besteht darin, dass aus einem
Kieselstein Feuer geschlagen, außerhalb der Kirche ein Holzstoß und daran
unter dem dreimaligen Ruf "Lumen Christi!", welchen das Volk mit den Worten:
"Deo gratias!" beantwortet, eine Kerze angebrannt wird, die in drei Spitzen
ausläuft, womit dann die übrigen Lichter der Kirche angezündet werden.
In Deutschland ist der Gebrauch der Osterfeuer meist auf den Sonntag
Invokavit verlegt, ebenso wie die Vertreibung des Winters und das so
genannte Todaustragen oft auch mit dem Maifest (Walpurgisnacht) verbunden
wurden.
An die Stelle der ehemals üblichen Feuerweihe ist meist die Einsegnung in die
Kirche gebrachter grüner Reiser und Strauße aus "Weidenpalmen", Stechginster und
andern immergrünen Zweigen getreten. Diese Palmenweihe, die irrtümlich in vielen
Gegenden auf den Palmsonntag verlegt wird, gehört ebenfalls zu den alten
heidnischen Ostergebräuchen, denn die geweihten Zweige sollten nicht nur das
Haus bis zur nächsten Erneuerung vor Blitz und Feuersgefahr schützen, sondern
sie werden an vielen Orten auch mitsamt den Schalen der Ostereier und den Kohlen
der Osterfeuer in den Ecken der Felder eingesteckt oder vergraben, als Symbole
der nun bevorstehenden Wachstumsphase des Sommers.
Hier weise ich darauf hin, dass es keinen "Fruchtbarkeitskult" in
matriarchalen Stammesgesellschaften gibt. Handlungen wie das Einstecken
oder Vergraben von Zweigen usw. in alter (matriarchaler) Zeit können niemals als
Bitte für Fruchtbarkeit interpretiert werden, sondern immer als Imitation oder
Spiegelung der Natur, und dessen, was die natürlichen Zyklen vorgeben. Die
Menschen erinnerten sich, wie auch heute noch bei afrikanischen und anderen
Stämmen üblich, ständig dieser Zyklen und machten sich immer wieder aufs Neue
bewusst, wo im Kreislauf, also im "Rad des Lebens", sie sich gerade befinden.
Fruchtbarkeitswünsche und Bitten für maximales Wachstum gibt es erst in
patriarchalen Gesellschaften und die führen, wie wir sehen, zu Überbevölkerung
und anderen verheerenden Auswirkungen.
Was hat die christliche Kirche daraus gemacht?
Der Ursprung des Festes ist ja jüdisch und die
judenchristlichen Gemeinden hielten sich an den 14. Nisan des jüdischen
Kalenders, während die römischen Gemeinden davon ausgingen, dass vor allem die
Jahresfeier der Auferstehung an einem Sonntag begangen werde, wobei sie zur
Erinnerung an das Leiden und den Tod Jesu den vorhergehenden Freitag
ausersahen und denselben kalendarisch so festlegten, dass er entweder
mit dem 14. Nisan zusammenfiel oder demselben folgte.
Seit Mitte des 2. Jh. wurde diese Verschiedenheit der
Feier Gegenstand des Streits (Osterstreit) zwischen den verschiedenen Kirchen,
und das nicäische Konzil (325) entschied sich im wesentlichen für die
römische Sitte, indem es die Feier des seitdem vorzugsweise der Auferstehung
geltenden Osterfestes auf den Sonntag nach dem 14. Nisan festsetzte.
Wieder ein Beispiel, wie im Christentum die Feste "gemacht" werden.
Ein weiterer Anklang an das alte Wiedergeburts-Fest war die Grablegung eines
"Gottes" in einer in den Fels gehauenen Höhle, der hinterher aus dem Grab
genommen wurde, damit anschließend seine Auferstehung verkündet werden konnte.
Einen solchen Brauch konstruierte die Kirche konkret im frühen Mittelalter,
offensichtlich in der Hoffnung, ein wirkliches Wunder verkünden zu können. Dabei
wurde ein kleiner, grabähnlicher Bau errichtet, in den eine geweihte
Hostie gelegt wurde. Ein Priester bewachte "das Grab" von Karfreitag bis
Ostersonntag. Dann wurde die Hostie herausgenommen, der Gemeinde gezeigt und die
Auferstehung bekannt gegeben. [13]
Den christlichen Kirchenvätern haben wir auch zu verdanken, dass
üblicherweise Kar- auf "klagen und trauern" zurückgeführt wird.
Ja, es gibt eine indoeuropäische Wurzel, gar-, die "schreien, lamentieren
infolge von Trauer" bedeutet. Im Germanischen wurde daraus *karō, im Altenglischen cearu, und als Adjektiv
*karagaz "traurig, betrübt". Aber klagen und trauern, wenn endlich der lange
Winter stirbt und der Frühling neu geboren wird, das schaffen nur Christen. Und
es hat nichts mit Auferstehung und Wiedergeburt und schon gar nichts mit rot
gefärbten Eiern zu tun!