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"Die sieben Chakren" (aus 'Theosophica Practica'). Die sieben Chakren gehen vom Wurzelchakra in der Gegend der Geschlechtsorgane aus der Wirbelsäule hinauf bis zum Kronenchakra oben auf dem Kopf. Sie sind Wirbel feinstofflicher Energie, die durch spirituelle und sexuelle Energien und deren ausgewogenehit im psycho-spirituellen Organismus angeregt werden. |
Von der äußeren Kontrolle zur inneren Stimme.
Unser Bewusstsein formt unseren Körper. Der Körper ist ein dynamisches Energiesystem, das durch Ernährung, Beziehungen, Erbmasse, Kultur und dem Zusammenspiel aller damit zusammenhängenden Faktoren und Aktivitäten beeinflusst wird.
Man kann es auch so ausdrücken: Unser Körper hat keine Seele, sondern eine Seele hat - für eine bestimmte Zeit - einen Körper. Die Seele, das Wesen oder die Wesenheit sind wir.
Um den Zugang zur Weisheit des Körpers und der darin verwurzelten Fähigkeit zur Heilung wiederzufinden, ist es erforderlich, die gesellschaftlichen Einflüsse zu durchschauen, die unsere Einstellung zum Körper und zur Medizin geprägt haben.
In unserer patriarchalen Kultur wird routinemäßig verleugnet, dass das Geschlechterverhältnis alle Bereiche des Lebens durchdringt. Frauen wie Männer sind gleichermaßen davon betroffen, auch wenn es sich anders zeigt. |
1. Frauenkörper
Missbrauch und Misshandlungen von Frauen - ob offen oder verdeckt - sind weit verbreitet und schaffen die Vorraussetzungen für die Erkrankungen des weiblichen Körpers.
Die patriarchale Gesellschaftsstruktur fordert von Frauen, den zweitklassigen Mitgliedern der Gesellschaft, ihre Hoffnungen und Träume zu ignorieren oder zugunsten von Mann und Familie aufzugeben. Aus dieser systematischen Unterdrückung und Verleugnung des Bedürfnisses nach Selbstausdruck und Selbstverwirklichung ist ungeheures psychisches Leid entstanden.
Es ist eine weibliche Tradition, die Konfrontation mit diesem Leid durch Suchtmittel und Suchtverhalten zu vermeiden.
Anne Wilson Schaef schreibt: "Alles kann süchtig machen, Substanzen (zum Beispiel Alkohol) genauso wie Prozesse (zum Beispiel Arbeit), weil es bei der Sucht darum geht, einen Puffer zwischen sich und die Wahrnehmung der eigenen Gefühle zu schieben. Mit der Betäubung durch die Sucht wird der Kontakt zum eigenen Wissen und Fühlen verhindert."
Das Suchtverhalten wiederum hat einen endlosen Kreislauf von Missbrauch und Misshandlung zur Folge, an dessen Aufrechterhaltung wir selbst beteiligt sind!
Eine Frau, die missbraucht wird oder sich selbst schlecht behandelt, wird krank. Ihre Krankheit wird dann von einem patriarchalischen Medizinsystem behandelt, das den weiblichen Körper missachtet.
Patriarchale Überzeugungen und ihre Folgen:
- Die Krankheit ist der Feind
In der medizinischen Fachsprache wimmelt es von militärischen Metaphern. Die Krankheit muss "bekämpft" werden. Durch diese aggressive patriarchale Einstellung zur Krankheit, werden "massive Eingriffe" mit Medikamenten, Chemotherapie und Operationen den natürlichen und ungiftigen Behandlungsmethoden vorgezogen.
- Die Medizin ist allmächtig
Die Medizin, so haben wir gelernt, erhält die Gesundheit. Wenn wir uns Sorgen um den Körper und die Gesundheit machen, gehen wir zum Arzt. Man hat uns den Mythos vom Halbgott in Weiß beigebracht: Ärzte wissen mehr über unseren Körper als wir, sie kennen das Mittel zur Heilung. Für viele Frauen sind Ärzte Autoritätsfiguren, die auf gleicher Stufe stehen wie Ehemänner und Priester. Aber trotzdem weiß jede Frau mehr über sich als irgend ein anderer Mensch.
Unsere Gesellschaft hat uns beigebracht, dass medizinische Technologie und medizinische Untersuchungen unsere Rettung sind und dass es möglich ist, jede Variable zu kontrollieren. Wenn wir nur noch mehr Daten aus noch mehr wissenschaftlichen Untersuchungen hätten, dann könnten wir die Gesundheit optimieren, Krankheiten heilen und (wenn wir nicht gestorben sind) immer weiter leben. Auch hier wieder ignorieren wir das innere Orientierungssystem und die Fähigkeit zur Selbstheilung.
- Der weibliche Körper ist nicht normal.
Im Patriarchat gilt der männliche Körper als Norm. Damit ist ja eigentlich schon gesagt, wie die Medizin zum weiblichen Körper stehen muss. Die meisten Frauen haben deshalb verinnerlicht, dass mit ihrem Körper etwas "nicht stimmt" und glauben, sie müssten ihn auf allen Ebenen kontrollieren.
Der weibliche Körper gilt als "schmutzig" und muss ständig "frischgemacht" werden, um keinen "Anstoß" zu erregen. Kleinen Mädchen wird bereits eingetrichtert "Mach' dich nicht schmutzig", dann geht's weiter mit der Werbung über "Frauenhygiene", die uns auf Schritt und Tritt klarmacht, dass unsere natürlichen Körperprozesse unwahrnehmbar sein zu haben. Diese Entwertung des weiblichen Körpers hat dazu geführt, dass viele Frauen sich vor ihrem eigenen Körper ekeln!
Nicht nur für die Frauen selbst, auch für die Medizin sind normale weibliche Körperfunktionen wie Menstruation, Klimakterium und Geburt krankhafte Zustände, die behandelt werden müssen. Der Körper wird in unserer Gesellschaft ja schon vor der Geburt zum Objekt der Medizin, und da ist es kein Wunder, dass die meisten kein Vertrauen zu ihrem Körper entwickelt haben.
Das Patriarchat fürchtet sämtliche natürlichen Prozesse: Gebären, Sterben, Heilen, Leben.
Und es besteht auf Normierung. Leberwerte haben so und so zu sein, um als normal zu gelten, der Blutdruck so und so. Sämtliche Körperfunktionen werden ausgemessen und als "normal" definiert. Dabei kann es gar keine objektiven Daten geben. Das patriarchale System setzt die Schwerpunkte - wie in allen Bereichen - und legt willkürlich fest, welche Untersuchungsergebnisse relevant und welche irrelevant sind.

2. Männerkörper
Die meisten der hier aufgeführten Fakten treffen - in anderer Form - genauso auf Männer und ihre Körper zu. Sie werden vom Patriarchat genauso misshandelt und geringschätzig betrachtet: der Körper hat zu funktionieren wie eine Maschine, und zwar so, wie es für das System nützlich ist.
In den USA wird z.B. jeder Junge (falls sich die Eltern nicht vehement wehren) beschnitten. Es ist ein traumatisches Erlebnis für den Säugling und wird durch die Prüderie und Sexualfeindlichkeit kaum mehr aufgearbeitet. Das Ergebnis ist eine enorm hohe Gewaltbereitschaft und unter dem Aushängeschild "Demokratie" lauert Willkür auf allen Ebenen. Die Methoden, das Land am Laufen zu halten sind vor allem Drohung und Strafe; teilweise geschieht das sehr subtil, teilweise sehr offen.
Aber auch in den anderen patriarchalen Ländern haben Jungen und Männer nichts zu lachen. Ihre emotionalen Fähigkeiten werden in einem weit größeren Ausmaß als die von Frauen und Mädchen unterdrückt, vom ersten Atemzug an, wenn erkennbar ist, dass es sich um einen männlichen Menschen handelt. Um das durchziehen zu können, müssen Knaben erkennbar sein, d.h. das Geschlecht von Babys und Kleinkindern zeigt sich an der Kleidung. Es ist völlig undenkbar, dass ein kleiner Junge die rosa Strampelanzüge seiner etwas älteren Schwester aufträgt.
Leider ist mir bisher keine Literatur über den Weg gelaufen, die aufzeigt, wie das Patriarchat mit dem männlichen Teil der Bevölkerung und seinen Körpern umspringt. Durch die Frauenbewegung stand erst mal die weibliche Hälfte in deren Blickpunkt. Aber analog können wir genauso die männlichen Lebensumstände im Patriarchat unter die Lupe nehmen.
Ich freue mich über jeden diesbezüglichen Hinweis. Falls du ein Buch oder eine Webseite kennst, die sich mit der Unterdrückung der Männer durch das patriarchale Gesellschaftssystem beschäftigt, bitte Email an mann_im_p@matriarchat.net

Quelle zum ersten Teil:
Frauenkörper, Frauenweisheit
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