
Die ErbauerInnen der zahlreichen Megalithtempel auf Malta sind unbekannt. Vermutlich war Malta eine heilige Insel, eine Art Wallfahrtsort oder vielleicht ein Zentrum zur Heilung von Krankheiten. Dafür spricht, dass viele der gefundenen Votivgaben kranke und entstellte Menschen zeigen. Es wurden keine Waffen gefunden.
Die maltesischen Tempel haben den Grundriss eines 3-, 5- oder 7blättrigen Kleeblatts, ein uraltes matriarchales Symbol.
Ein bekanntes Heiligtum ist das Hypogäum, in dem die sog. "Sleeping Lady" gefunden wurde.

Hypogäum
Es ist die Terrakotta-Darstellung einer schlafenden, korpulenten, aber anmutigen Frau, mit bloßen Brüsten und einem gefältelten Rock bekleidet.

Es wird angenommen, dass es sich um die Darstellung einer Priesterin in Trance handelt (zur Weissagung oder die Krankheit von Patienten festzustellen); vielleicht liegt sie auch in einem tiefen Heilschlaf. Sicher ist, dass im Weltbild jener Zeit Religion und Medizin zusammengehörten und nicht wie bei uns zwei völlig verschiedene Dinge waren.
In anderen maltesischen Tempeln wurden vergleichbare schlafende Frauen gefunden, aus Ton und Stein, von 20cm bis 3m groß.

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